Netzwerk für Inhaberstrategie- und Nachfolge-Berater: Gemeinsam besser beraten

Netzwerk für Inhaberstrategie- und Nachfolge-Berater: Gemeinsam besser beraten

Unternehmensnachfolge ist selten nur eine Frage von Verträgen, Steuern oder Vermögensübertragung. Wenn Unternehmerfamilien über ihre Zukunft entscheiden, greifen wirtschaftliche, rechtliche und steuerliche Fragen ebenso ineinander wie familiäre Beziehungen, persönliche Lebensentwürfe und die Verantwortung für ein über Jahre oder Generationen gewachsenes Unternehmen.

Diese Vielschichtigkeit stellt besondere Anforderungen an die Beratung von Unternehmerfamilien. Vor diesem Hintergrund gründete Prof. Dr. Alexander Koeberle-Schmid vor einem Jahr, nach Abschluss der ersten Fortbildungsrunde des Instituts für Inhaberstrategie, das Netzwerk für Inhaberstrategie- und Nachfolge-Berater. Die Idee dazu war bereits bei der Konzeption der Fortbildung angelegt: Mit dem Zertifikat sollte der fachliche Austausch nicht enden.

Entstanden ist ein Alumni-Netzwerk, das Absolventinnen und Absolventen sowie Dozentinnen und Dozenten zusammenbringt und den Rahmen für fachlichen Austausch, kontinuierliche Weiterentwicklung und gemeinsame Projekte schafft.

Unterschiedliche Expertise, gemeinsame fachliche Grundlage

Die Mitglieder des Netzwerks bringen unterschiedliche berufliche Hintergründe und Spezialisierungen mit. Was sie verbindet, ist die zertifizierte Fortbildung zum Inhaberstrategie- und Nachfolge-Berater und damit eine gemeinsame fachliche Grundlage für die Arbeit mit Unternehmerfamilien.

Das schafft die Voraussetzung für eine Zusammenarbeit über die eigene Disziplin hinaus. Mitglieder können bei Bedarf gezielt die Expertise von Kolleginnen und Kollegen einbeziehen, sich gegenseitig empfehlen oder Klientenprojekte gemeinsam bearbeiten. Nicht jeder muss jede Fragestellung selbst abdecken. Entscheidend ist, die passenden Kompetenzen zusammenbringen zu können.

Für die Mitglieder erweitert das die Möglichkeiten im eigenen Beratungsgeschäft. Für Unternehmerfamilien entsteht die Chance, auch bei komplexen Fragestellungen auf unterschiedliche Spezialexpertisen zurückzugreifen.

Supervision als fester Bestandteil des Netzwerks

Seit der Gründung gehören regelmäßige Gruppen-Supervisionen zum Netzwerk. Dreimal jährlich kommen die Mitglieder online zusammen. Im Mittelpunkt steht jeweils ein Fall aus der Beratungspraxis, den ein Mitglied einbringt und der anschließend aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven reflektiert wird.

Darüber hinaus bietet die Supervision Raum für den Austausch über die eigene Geschäftsentwicklung, Erfahrungen aus laufenden Projekten sowie Impulse aus Veranstaltungen und Vorträgen. Gerade weil die Mitglieder über ganz Deutschland verteilt arbeiten, sorgen die regelmäßigen Treffen für Kontinuität im Austausch.

Der erste Netzwerktag: Von der Vernetzung zu gemeinsamen Projekten

Ergänzt werden die Online-Treffen durch einen jährlichen Netzwerktag in Präsenz. Beim ersten Netzwerktag für Inhaberstrategie- und Nachfolge-Berater standen die individuelle und die gemeinsame Geschäftsentwicklung im Mittelpunkt.

Impulse und Gespräche beschäftigten sich unter anderem mit der Frage, wie die Mitglieder ihr eigenes Beratungsprofil weiterentwickeln und zugleich die Möglichkeiten des Netzwerks für Kooperationen nutzen können. Daraus entstanden neue Ideen für gemeinsame Projekte.

Der Netzwerktag machte damit auch sichtbar, wie aus fachlicher Vernetzung konkrete Zusammenarbeit entstehen kann.

Fortbildungstag mit Dr. Christian Bühring-Uhle zum Verhandlungsmanagement

Neben Supervision und Netzwerktag gehört ein jährlicher gemeinsamer Fortbildungstag zum Konzept des Netzwerks. Der erste widmete sich dem Verhandlungsmanagement. Das ist ein Thema, das in der Begleitung von Unternehmerfamilien eine besondere Rolle spielt.

In einem Workshop mit Dr. Christian Bühring-Uhle beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der professionellen Gestaltung anspruchsvoller Verhandlungssituationen. Gerade in Nachfolgeprozessen treffen häufig unterschiedliche Interessen von Generationen, Familienmitgliedern oder Gesellschaftern aufeinander. Diese Interessen zu verstehen und tragfähige Verständigungsprozesse zu unterstützen, gehört deshalb zum wichtigen Handwerkszeug in der Beratung.

Ein Jahr Netzwerk für Inhaberstrategie- und Nachfolgeberatung

Ein Jahr nach der Gründung hat sich ein fester Rhythmus etabliert: drei Online-Gruppen-Supervisionen, ein Netzwerktag in Präsenz und ein gemeinsamer Fortbildungstag pro Jahr.

Zugleich wächst das Netzwerk mit den weiteren Fortbildungsrunden. Nach erfolgreichem Abschluss und dem Erwerb des Zertifikats zum Inhaberstrategie- und Nachfolge-Berater können Absolventinnen und Absolventen Teil des Alumni-Netzwerks werden.

Damit entwickelt sich weiter, was vor einem Jahr mit dem Abschluss der ersten Fortbildungsrunde begonnen hat: ein Netzwerk, das nicht allein vom fachlichen Austausch lebt, sondern von den Verbindungen, Projekten und Ideen, die daraus entstehen.

Autor
Prof. Dr. Alexander Koeberle-Schmid

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